Der Einsame
Die Fenster zu in diesem Zimmer,
das Sonnenlicht kommt nicht herein.
Der Raum sehr wüst, doch noch viel schlimmer:
Der Mensch, der ihn bewohnt, allein.
Die Bücher stapeln sich zum Dach,
das Wissen aller Welt vereint.
Schon viele Nächte lag er wach
in seinem Bett und las, allein.
Die Freunde kommen längst nicht mehr,
leer und verlassen blickt er drein.
Kontakt zu halten fällt ihm schwer,
Drum bleibt er nur für sich, allein.
Und barmt sich doch ein Mensch zu ihm
„Ach komm doch mit uns, steig schon ein!“
Dann steht ihm danach nicht der Sinn.
„Ich bleib’ heut’ Nacht daheim, allein.
Im Alter fängt es an, zu quälen.
Er könnt’ gebildeter nicht sein
Doch wem soll er davon erzählen?
Er stirbt, wie er gelebt, allein.